Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die aktuelle Weltpolitik ist von großen Unsicherheiten geprägt.

Der Klimawandel mit all seinen negativen Auswirkungen wird immer mehr spür- und erlebbar. Der Krieg in der Ukraine geht neben einem unvorstellbaren Leid für die ukrainische Bevölkerung nun auch mit einer weltweit spürbaren Ernährungs- und Energiekrise einher.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir in unserem Land aktuell weit entfernt sind von Hungersnöten und Kältetoten im Winter und dennoch wird unser Lebensstandard auf Jahre hinweg weniger sein.

Was haben die bisherigen Zeilen nun in einem Bericht „Aus den Fraktionen“ in unserem „Blättle“ zu suchen?

Durch den Wegfall von Steuereinnahmen wurde von Seiten des Gemeinderates schon vor Jahren eine Reduzierung von freiwilligen Leistungen beschlossen, die jedoch leider nicht von allen Bevölkerungsgruppen mitgetragen wurde.

Zu spüren ist dies in einer kritischen Stimmung innerhalb unserer Bevölkerung gegenüber der Verwaltung und auch dem Gemeinderat.

Diese Kritik spitzt sich aktuell auf Grund der hohen Personalfluktuation zu, wobei sich gerade auch unsere Führungskräfte sukzessive aus unserer Gemeinde verabschieden. Es ist nicht korrekt hierfür immer wieder Herrn Töpfer die Schuld zuzuweisen, denn es zeigt sich auch, dass Teile des Gemeinderates gegenüber der Verwaltung an manchen Stellen einen wenig kooperativen Stil pflegen.

Aktuell sind im Organigramm der Gemeinde 8 Stellen nicht besetzt bzw. werden in den nächsten Wochen frei.

Extrem angespannt ist auch die personelle Situation in unseren Kitas und Kindergärten. Das ist kein Weissacher Alleinstellungsmerkmal, fehlt doch im ganzen Land schon seit Jahren qualifiziertes Personal. Leider greift das Maßnahmenpaket zur Personalgewinnung sowie zum Personalerhalt, welches der Gemeinderat vor geraumer Zeit beschlossen hat, nicht.

Am 29.09.2022 wird nun Herr Millow als neuer Bürgermeister unserer Gemeinde vereidigt. Die größte Herausforderung zu Beginn seiner Amtszeit wird die Personalbeschaffung sein. Das wird sich jedoch nicht sofort realisieren lassen.

Bitte seien Sie zu Beginn nachsichtig mit unserem neuen „Schultes“.

Es wäre schön, wenn wir zu einem neuen Miteinander finden würden.

Dass dies möglich ist, hat unsere 50-Jahr-Feier am vergangenen Sonntag gezeigt.

Herzliche Grüße und kommen Sie gut durch den Sommer.

Andrea Wenninger, Maren Zipperlen, Steffen Lautenschlager, Frank Bauer,

Dr. Ullrich Shih, Detlef Bausch